26. Deutsch-Französisch-Italienisches Weinfest des Ochsenfurter FV
26. Deutsch-Französisch-Italienisches Weinfest begeistert im Ochsenfurter Stadtgraben
Drei Tage Musik, Genuss und gelebte Gemeinschaft: Der Ochsenfurter FV zieht eine positive Bilanz seines traditionsreichen Weinfestes
Der romantische Stadtgraben hat sich erneut in einen besonderen Treffpunkt für Weinliebhaber, Musikfreunde und Genießer verwandelt. Zum 26. Mal hatte der Ochsenfurter FV (OFV) zum Deutsch-Französisch-Italienischen Weinfest eingeladen. Bei nahezu idealen Wetterbedingungen erlebten die Besucherinnen und Besucher drei abwechslungsreiche Tage mit Musik, kulinarischen Spezialitäten und einem eindrucksvollen Beleg dafür, was ehrenamtliches Engagement zu leisten vermag.
„Das Wetter hätten wir uns nicht besser malen können“, zog Jürgen Fischer, langjähriger Vorsitzender des Ochsenfurter FV und Chef-Organisator des Weinfestes, eine rundum positive Bilanz. Bereits der Auftakt am Freitagabend entwickelte sich zu einem besonderen Erlebnis. Zu den Klängen der Musik wurde „stundenlang vor der Bühne getanzt“, berichtete Fischer. Zahlreiche Gäste aus nah und fern waren in den Stadtgraben gekommen – die weiteste Anreise hatten nach seinen Worten Besucher aus der Partnerstadt Wimborne in England.
Auch der Samstagabend lockte mit Rock, Rock'n'Roll und Soul ein großes Publikum in die historische Kulisse. Von einem „wahnsinnigen Publikum, das wieder voll mitgegangen ist“, sprach Fischer. Die Stimmung sei hervorragend gewesen und habe die Veranstalter einmal mehr in ihrer Arbeit bestätigt. Der Eintritt ist traditionell frei, was den besonderen Charakter des Festes zusätzlich unterstreicht.
Ein Höhepunkt des Weinfest-Sonntags ist seit vielen Jahren der französische Vormittag mit Champagner und Austern. Auch diesmal bildeten sich lange Schlangen vor dem kulinarischen Angebot. Das feste Stammpublikum reiste teilweise aus Würzburg und darüber hinaus an, um frische Austern und französischen Champagner im besonderen Ambiente des Stadtgrabens zu genießen. Am Nachmittag und Abend setzte sich das Fest mit leichter Musik, Kaffee und Kuchen sowie einer entspannten Atmosphäre fort.
Hinter dem dreitägigen Fest steht jedoch ein enormer organisatorischer Aufwand. Der Aufbau beginnt bereits eine Woche vor dem eigentlichen Fest. Vor allem das sogenannte AH-Team, die „Rentnertruppe“ des OFV, ist in dieser Zeit täglich im Einsatz. Insgesamt sind über den gesamten Zeitraum rund 150 Helferinnen und Helfer eingebunden. „Ohne unsere vielen fleißigen Helfenden hätten wir dieses Fest nicht stemmen können“, betonte Fischer und richtete seinen herzlichen Dank an das gesamte Team, die Familien der Helfer, Sponsoren und Unterstützer.
Für eine kleine kuriose Episode sorgte in diesem Jahr die französische Fahne. Nachdem die Flagge während des Festes plötzlich verschwunden war und der Vorfall sogar zur Anzeige gebracht wurde, tauchte sie am Sonntagmorgen wie durch ein kleines Wunder wieder auf dem Sportgelände des OFV auf der Maininsel auf. „Den fleißigen Entnehmer und Wiedergeber: vielen Dank“, kommentierte Fischer das ungewöhnliche Geschehen mit einem Augenzwinkern.
Die Bedeutung des Weinfestes für Ochsenfurt hob auch Joachim Beck, Vorsitzender des Marketingvereins Ochsenfurt und Stadtrat, hervor. Er zeigte sich beeindruckt davon, wie eine Gemeinschaftsleistung eines Vereins ein solches Fest auf die Beine stelle. „Es trägt immer auch zur Popularität eines Ortes oder einer Gemeinde bei“, erklärte Beck. Das Weinfest sei damit weit mehr als eine Veranstaltung des OFV – es sei zugleich ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens und der Außendarstellung Ochsenfurts.
Auch OFV-Vorsitzender Matthias Schäffer zeigte sich erleichtert und dankbar, dass der Verein das Fest erneut erfolgreich bewältigen konnte. „Insgesamt sind wir wieder heilfroh als ganzer Verein, dass wir das wieder gestemmt haben“, sagte er. Sein besonderer Dank galt den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, der Stadt Ochsenfurt sowie den Sponsoren und Unterstützern.
Schäffer machte zugleich deutlich, welche Bedeutung das Weinfest für den Verein besitzt. Nach den ersten Zahlen zeichne sich ein „sehr gutes Ergebnis“ ab. Das Fest sei die wichtigste finanzielle Veranstaltung des OFV und damit eine wesentliche Grundlage für die umfangreiche Vereinsarbeit. Gerade die Jugendarbeit und die zahlreichen Aufgaben eines Vereins mit rund 450 Ehrenamtlichen ließen sich allein aus Mitgliedsbeiträgen nicht finanzieren.
„Wir brauchen weiterhin volle Unterstützung, sonst geht was Massives verloren in Deutschland“, mahnte Schäffer mit Blick auf das Ehrenamt. Zugleich warb er dafür, sich in Vereinen und Organisationen einzubringen. „Gemeinsam miteinander reden, nicht übereinander, weil sonst funktioniert das alles nicht“, lautete sein Appell.
Dass ehrenamtliches Engagement auch gesellschaftlich und politisch Anerkennung verdient, konnte Schäffer aus eigener Erfahrung bestätigen. Erst kürzlich war er zu einer Veranstaltung zum Thema Ehrenamt im Sport nach München eingeladen worden. Die Würdigung des freiwilligen Engagements sei wichtig, betonte der OFV-Vorsitzende. Dabei gehe es nicht nur um eine Auszeichnung, sondern auch um Begegnung, Austausch und Vernetzung. Sein Fazit: „Engagiert euch – es gibt auch immer kleine Mosaiksteine zurück.“
Auch der dritte Bürgermeister der Stadt Ochsenfurt, Christof Braterschofsky, lobte das Weinfest ausdrücklich. Die Veranstaltung habe sich über viele Jahre etabliert und locke zahlreiche Besucher von außerhalb an. „Der Stadtgraben ist eine ideale Location“, stellte er fest. Die besondere Atmosphäre, gute Musik, Unterhaltung und die kulinarische Verbindung der drei Länder machten das Fest zu einem besonderen Erlebnis.
Als persönlichen Höhepunkt bezeichnete Braterschofsky den Austern-Sonntag. Die langen Schlangen belegten eindrucksvoll, wie gut dieses Angebot angenommen werde. Besonders hob er zudem die Zusammenarbeit der vielen Beteiligten hervor: „Es ist schön, wie alle gemeinsam hier an einem Strang ziehen.“
Dabei seien nicht nur die Helferinnen und Helfer des OFV beteiligt. Auch andere Vereine und Unterstützer trügen zum Gelingen bei. Diese Form der Zusammenarbeit sieht Braterschofsky als wichtigen Weg für die Zukunft: „So sollte es auch sein, dass gemeinsam ein Fest in jeglicher Form mitgestaltet beziehungsweise mit abgewickelt werden kann.“
Nach drei intensiven Festtagen bleibt damit eine rundum positive Bilanz. Das 26. Deutsch-Französisch-Italienische Weinfest verband erneut Musik und Genuss mit Geselligkeit, regionaler Verbundenheit und internationalem Flair. Vor allem aber zeigte es, wie viel erreicht werden kann, wenn viele Menschen ihre Zeit, Kraft und Erfahrung ehrenamtlich einbringen.
Der Ochsenfurter FV bedankt sich bei allen Gästen, Helferinnen und Helfern, Sponsoren, Unterstützern sowie bei der Stadt Ochsenfurt für die Unterstützung. Der Stadtgraben hat einmal mehr bewiesen, dass er nicht nur eine romantische historische Kulisse, sondern auch ein idealer Ort für Begegnung, Lebensfreude und gelebte Gemeinschaft ist.
Viele Bilder können der Galerie entnommen werden
Text und Bild: Walter Meding
Bildbeschreibung
Stießen auf ein friedvolles und gelungenes Weinfest an (von links): Christof Braterschofsky (3. BGM), BGM Bert Eitschberger, Max Dehner, Jennifer Hemkeppler (beide OFV), MdL Volkmar Halbleib, Matthias Schäffer (OFV), Jana König (Weinprinzessin), Melina Düll (Zuckerfee), Birgit Scheder (Marketingverein), Arlena Ridler (TI OCH), Jan Kohlhepp (Sportreferent), Joachim Beck (Marketingverein) und Otmar Reißmann (Stadtrat).
Der Aufbau zum 26. Weinfest läuft auf Hochtouren
Sieben auf einen Streich - Ja, sieben Mitglieder des OFV, meist im Unruhestand, nahmen sich am Dienstag, 21. Juli, Zeit, die Bauten für das 26. Deutsch-Französisch-Italienische Weinfest des OFV zu installieren.
Ihnen, und all jene, die noch dazukommen, gilt ein dickes Dankeschön. Einblick in deren Arbeit könnt ihr in der Galerie begutachten.
Text und Bilder: Walter Meding
Comedy-Abend im Stadtgraben
Ingo Appelt kommt nach Ochsenfurt
Am Montag den 27. Juli 2026 präsentiert der Ochsenfurter Fußballverein e.V. im historischen Stadtgraben Ingo Appelt mit seinem neuen Programm MÄNNER NERVEN STARK.
Ingo Appelt startet sein neues Programm, um den Zuschauern mit dem verbalen Vorschlaghammer zweieinhalb Stunden lang den Alltag auszutreiben. Er hängt den Maulkorb an den Haken, ist nicht milder geworden und tanzt auch aktuell unerbittlich auf dem schmalen Grat der Gürtellinie.
In MÄNNER NERVEN STARK zerlegt Ingo unser Miteinander so wunderbar und gleichzeitig pointiert wie kein anderer. Nichts ist vor ihm sicher - von der Kommunikation zwischen den Geschlechtern bis hin zu kleinen Macken und Mackern, die uns das Leben schwer machen. Denn wer ist schuld an der Misere? Die Männer! In einer Welt voller Fettnäpfchen reicht Ingo ihnen helfend die Hand. Für die Frauen, für den Frieden. Er ist der Safe Space des Lachens, die letzte Bastion gegen das Spießertum.
Sorgt euch nicht: Was bei Appelt passiert, bleibt bei Appelt. Lacht kaputt, was euch kaputtmacht – Freut euch auf ein tolles Event im schönen Stadtgraben (Weinfestgelände)
Montag 27.07.2026 um 20.00 Uhr (Einlass ab 19.00 Uhr)
Vorverkauf 28,00 Euro
Abendkasse 33,00 Euro
Karten erhältlich bei Pizzeria Maininsel Ochsenfurt (Vereinsheim) Tel. 09331/3919 oder
bei Jürgen Fischer: Tel.: 01575 – 256 088 7
Schmeichelhaftes 0:1 zeigt noch viel Luft nach oben
Herren sind Mannschaft des Jahres 2025
Einen weiteren Höhepunkt der diesjährigen Sportlerehrung bildete die Ehrung der Herrenmannschaft des Ochsenfurter FV als „Mannschaft des Jahres 2025“.
Nach einer dramatischen Saison sicherte sich das Team am letzten Spieltag durch den Gewinn der Meisterschaft in der A-Klasse Würzburg 2 den Aufstieg. Sportreferent Christof Braterschofsky brachte den Erfolg auf den Punkt: „Meister wird man nicht in sechs Minuten Nachspielzeit, sondern durch Teamgeist, Disziplin und unzählige Trainingseinheiten.“
Text und Bild: Walter Meding